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Stuart Pigott

Ich kann mich noch sehr genau erinnern, als ich das erste Mal zu einer Weinverkostung in Franken eingeladen war und ich mit einem Sommelier ins Gespräch  kam. Wir sprachen über viele Themen und das, was ihn am meisten erstaunte, war der Fakt, dass ich Stuart Pigott nicht kenne. Immer wieder schüttelte er ganz verwundert und genervt den Kopf und fragte immer wieder nach. Nachdem er es irgendwann kapierte, konnte ich mich dann endlich den wichtigen Themen widmen, dem Wein.

Nach einer gewissen Zeit und einer handvoll Erfahrung, habe ich mich mit dem Thema “Stuart Pigott” etwas näher auseinander gesetzt und nun ist es doch soweit gekommen. Ich stelle euch Stuart Pigott vor, den Mensch, den ich eigentlich schon viel länger kennen müsste.

Stuart Pigott ist einer der wichtigsten Weinkritiker des deutschen Weinbaus. Er ist am 26. Mai 1960 in London geboren, wo er auch sein Kunststudium absolvierte. Im Jahr 1982 kam der große Wendepunkt, als sich Stuart Pigott zur ersten Recherchereise in Sachen Wein Richtung Deutschland begab. Nicht nur für ihn, sondern auch für die deutsche Weinwelt war das ein wichtiger Moment. Die Briten hatten schon immer ein Faible für deutsche Weine und vor allem für deutsche Rieslinge. Pigott ist einer der Hauptakteure und Hauptverantwortlichen, wieso die deutschen Rieslinge in der Welt inzwischen wieder so bekannt sind und gemeinsam mit dem Weißen Burgunder eine der wichtigsten Rebsorte ist. Der Journalist, der für den “Feinschmecker”, “Weingourmet” und für die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” schreibt, lebt inzwischen in Berlin. Der Engländer beschäftigt sich überwiegend mit den Anbaugebieten an der Saar, Ruwer, Mosel und der Pfalz. Er veröffentlichte zudem wichtige Werke, wie das Weinbuch “Atlas der deutschen Weine” mit Hugh Johnson. Aber das für mich persönlich interessanteste Werk ist “Wein spricht deutsch”. Deutschlands originellster Weinjournalist schreibt in diesem Buch mit seinem Team über die besten Weingüter Deutschlands und beschreibt die Zusammenhänge zwischen Weinregion, Terroir, Traube, Einzellage und Wein. Dieses Buch wird als Bibel für alle deutschen Winzer angesehen.

Pigotts großer Pluspunkt ist seine britisch eigene Art. Er hat nicht nur einen ausgesprochen exzentrischen Kleidungsstil, sondern auch eine direkte Art, den die deutschen Winzer sehr zu schätzen wissen. Er besucht alle Weingüter persönlich und bewertet neutral deren Weine.

Zu seinen Recherchen die er in der ganzen Welt betreibt, unterstützt er mit seinem Projekt “Wein hilft. Weinliebhaber gegen AIDS” die deutsche AIDS-Stiftung.

Wer einen kleinen Überblick über Stuart Pigott bekommen will, dem empfehle ich dieses fast 5-minütige Video. Viel Spaß!

Vielleicht versteht Ihr dann auch, wieso man Stuart Pigott unbedingt kennen muss!

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  • Udo Thiem
    Juni 13, 2011

    Also orginell kann man Stuart Pigott durchaus finden, aber nachdem ich mir seine Weinserie jüngst im Deutschen Fernsehen angesehen habe, muß ich leider sagen:”Mehr auch nicht”.
    Seine Sendung mag für den absoluten Laien zwar unterhaltsam gewesen sein, aber von informativ kann man da nicht gerade reden.

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