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Aktuelle Nachrichten zu Rotwein und Weißwein

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Toten Hosen lesen Wein

Die Toten Hosen sind eine der erfolgreichsten Bands Deutschlands. Sie sind skurril, extravagant und bleiben auch in gediegenem Alter offen für Neues. Wen wundert es da, dass sie sich jetzt in die feine Gesellschaft der Winzer gesellen? Zusammen mit dem innovativen Winzer Dr. Martin Tesch sind die Punk-Rocker mit dem Weißwein “Weißes Rauschen” auf den Markt gekommen. Bennant wurde der Wein nach einem Song ihres Albums “Zurück zum Glück”. Es ist ein 2009er Riesling trocken aus dem Hause Tesch.

Mit 66,- Euro für 6 Flaschen inklusive Verpackung & Versand, darf man in den Genuss des Rieslings kommen. Sogar Stuart Pigott empfiehlt den Wein mit dem verrückten Verbund im Hintergrund. Nach Stuart Pigott, soll dieser Wein das ganze Aromenspektrum und den Säure-Blitz der Riesling-Traube direkt in Glas, Mund und Hirn schießen lassen, ohne dass irgendwas Spießiges oder Banales dazwischenfunkt.

Es ist bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen den Toten Hosen und dem Weingut, der erste bandeigene Wein hieß «Machmalriesling».

Bundesweinprämierung – Gold für Weingut Dr. Eberhard Hage

Gefeiert wurde trotz Problemjahrgans in der Winzervereinigung Freyburg. Neun Weinbaubetriebe holten im Rahmen der Bundesweinprämierung 41-mal Edelmetall, darunter zweimal Gold, 20-mal Silber und 19-mal Bronze für 38 Weine und drei Sekte. Das Weingut Dr. Eberhard Hage holte Gold mit seinem Portugieser QbA. Vier weitere Weine wurden mit Silber beziehungsweise Bronze ausgezeichnet. Das Weingut befindet sich mitten im Weinanbaugebiet Saale/Unstrut, wo hervorragende Weine gedeihen, die sich durch die Muschelkalkböden und das milde Klima auszeichnen. Es ist vor allem bekannt durch seine traditionelle Arbeitsweise.

Das Deutsche Weininstitut prognostiziert für das aktuelle Weinjahr und das Gebiet eine Ernte von 3,1 Millionen Liter. Das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahr. 2009 brachte mit rund 2,3 Millionen Litern nur rund die Hälfte von 2008 ein.

Weinlexikon – “Fermente”

Beim Gärprozess werden die chemischen Reaktionen durch Fermente (Enzyme) bewirkt und gesteurt. Fermente sind komplizierte Eiweißverbindungen, die größtenteil von den Hefen produziert werden. Ein System von etwa 20 Hefe eigenen Einzelenzymen, auch Zymase genannt, ist an den Vorgängen der alkoholischen Gärung, der Umwandlung von Zucker in Alkohol und Kohlensäure, beteiligt. Die Gärung wird also nicht durch die Hefen selbst, sondern durch die von ihnen gebildeten Fermente bewerkstelligt. Daneben spielen Enzyme, die bereits im Traubensaft enthalten sind, bei der Gärung eine Rolle. Zu diesen fruchteigenen Enzymen gehören zum Beispiel die Pektinasen.

Klassische Rebsorten und ihre Weine – Blauer Spätburgunder

Der Blaue Spätburgunder ist die deutsche hochvornehme Rotweinsorte des französichen Pinot Noit. Sie ist eine der edelsten Rotweintrauben der Welt und verantwortlich für die sinnlichen Rotweine des Burgunds. Der Pinot Noir ist vermutlich eine der ältesten noch im Anbau stehenden Rebsorten der Welt.

Hervorragend eignet sich diese Rebsorte für kühlere Weinbauregionen, in denen die Trauben einen langsameren Reifeprozess durchlaufen können. Als sehr launenhaft erweist sich der Pinot Noir vor allem im Weinkeller und im Weinberg. Er treibt sehr früh aus, ist somit sehr gefährdet durch den Spätfrost und anfällig für Pilzerkrankungen, Fäulnis und Viruskrankheiten. Die besten Weine entstehen auf kalkhaltigen, tiefgründigen und feuchten Böden. Perfekt gelungene Rotweine, falls im Weinkeller keine Fehler gemacht werden, aus dem Pinot Noir präsentieren sich tieffarbig und nicht so dunkel wie der Cabernet Sauvignon. Im Alter kommen Orange- und Brauntöne hinzu.Das einzigaritige Aroma des Blauen Spätburgunders wird meist mit frischer Erdbeeren, Waldbeeren, Kirschen oder bei älteren Weinen mit Leder und Pilzen beschrieben.

An der Cote d`Or, ist der Pinot Noir die einzig zugelassene rote Rebsorte. Dort sind 7.000 Hektar bestockt. Die zweite Hochburg des Pinot Noir in Frankreich ist die Champagne. Hier sind rund 1o.ooo Hektar mit ihm bestockt. Weißgekeltert bringt er in den edlen Schaumwein Kraft, Körper und Komplexität ein. In Deutschland ist der Blaue Spätburgunder die edelste Rotweinsorte. Fast 8.700 Hektar Rebflächen sind bei weiter steigender Tendenz mit ihm bestockt. Er steht inzwischen hinter dem Riesling und dem Müller-Thurgau auf Platz drei des deutschen Sortenspiegels.

Der Weinkeller

Auch wenn die Voraussetzungen für die Weinbereitung bereits im Weinberg geschaffen werden und die Art des gelesenen Trauben gutes entscheidenden Einfluss auf den Stil des entstehenden Weines ausübt, vollzieht sich die Entstehung des Weines doch im Weinkeller. Hier wird die letzte “Verwandlung” des Weines vollzogen. Doch es gibt natürlich Unterschiede zwischen den verschiedenen Weinsorten und ihrer richtigen Lagerung.  Viele Weinkeller sind spezialisiert auf die jeweiligen Weinarten. Nach der Schließung des Weinbergs im Spätsommer kann sich der Winzer ab September auf die Weiterverarbeitung des Leseguts vorbereiten, das bald in seinen Keller kommen wird. Die Presse, der Kelter, die Gärbehälter und die Fässer müssen überprüft, gesäubert und desinfiziert werden. Eine der wichtigsten Monate ist demnach der Oktober, in dem alles im Zeichen der Vorbereitung des Mostes und der Gärung steht. Bevor der Most nun in die Phase der alkoholischen Gärung übergeht, muss der Kellermeister entscheiden, aus welchen Trauben er welche Weine herstellen wird.

Manchmal ist es sinnvoll die Weine mit Zuckerkonzentrat anzureichern. Diese Maßnahme wird auch als Chaptalisation bezeichnet. Durch Gesetzt wird genau geregelt, wo diese Maßnahme erlaubt ist und wo nicht. So ist Chaptalisation beispielsweise in den nördlichen Cotes du Rhone erlaubt, in den südlichen Cotes du Rhone hingegen nicht. In Deutschland sind solche Verbesserungen nur bei QbA-Weinen zulässig. Das genaue Gegenteil davon ist die Azidifikation. Hier wir im Nachhinein Säure zu gegeben um den Säuremangel zu beheben. Hierbei wird Weinsäure, Apfelsäure oder Zitronensäure verwendet. Beides gleichzeig ist aber nicht zulässig. In Deutschland und Österreich ist die Azidifikation grundsätzlich unzulässig.

Der zentrale Prozess der Umwandlung von Traubenmost in Wein ist die alkoholische Gärung. Nachdem man im Mittelalter gelegentlich sogar mystische Erklärungen für den spontanen, stürmisch verlaufenden Gärprozess gesucht hatte, wurden schon den Alchimisten der frühen Neuzeit klar, dass die Komponenten Zucker, Alkohol und Kohlendioxid daran beteiligt sind. Dieser Vorgang ist unglaublich kompliziert und schwer einzuschätzen. Wichtig für die Vergärung von Zucker zu Alkohol ist die Abwesenheit von Sauerstoff.

Ein weiterer Arbeitsschritt im Weinkeller ist die Flaschenabfüllung. Die größte Herausforderung hier ist den Zutritt von Luftsauerstoff zum Wein zu verhindern. Heute werden sogar die billigsten Weine äußerst schonend abgefüllt, sodass Oxidation eigentlich nur in sehr rückständigen Kellereien ein Thema ist. Auf jeden Fall erleidet der Wein bei der Abfüllung einen Schock und wird vorübergehend “abfüllkrank”, sodass er sich einige Zeit erholen muss, bevor er wieder genussfähig wird.

Das Phänomen Eiswein

Eiswein ist ein Prädikat für Qualitätswein. Für die Erzeugung von Eiswein werden Trauben von der Qualitätsstufe der Beerenauslese so lange am Rebstock belassen, bis sie bei Dauerfrost von mindestens minus sieben Grad gefrieren. Der Frost bindet das Wasser bis letztendlich beim Auspressen ein Most mit einer unglaublichen Konzentration an Zucker, Säure und Bukettstoffen entsteht. Diese Weine besitzen einen extremen Säureanteil. Was daraus folgt ist bekannt, ein Wein der fast unbegrenzt haltbar und sehr süß ist. Dieser Wein ist meist das Meisterstück eines Winzers.

Der erste Eiswein wurde höchstwahrscheinlich in der Gemeinde Bingen-Dornersheim gelesen. Da zu dieser Zeit (ca. 1830) ein starker Winter herrschte, ernteten die Winzer die Trauben nachdem diese größtenteils gefroren waren und verarbeiteten diese zu einem Eiswein. Vor allem der hohe Mostanteil war unglaublich, sowie die einzigartige Süße.

Wichtig ist ein gesundes Lesegut. Denn ein großer Eiswein braucht vor allem möglichst gesunde Trauben als Ausgangsmaterial und keine Botrytis-Befallenen Trauben. Und genau hier liegt auch der geschmackliche Unterschied zu den anderen edelsüßen Gewächsen wie Beerenauslese und Trockenbeerenauslese. Durch das gesunde Traubengut garantiert er einen frischen und fruchtigen Geschmack. Eisweine sind auch schon in jungen Jahren ein Genuss. Gute Eisweine können bei richtiger Lagerung Jahrzehnte gelagert werden. Dabei wird in der Flasche die Süße abgebaut, so dass gereifte Eisweine weniger süß schmecken als junge.

Die eigentliche Eiswein-Lese, oft in den frühen Morgenstunden, ist anstrengend. Am Ende einer solchen Lese werden nur  3 und 5 Hektoliter pro Hektar geerntet. Der Wein, der von Anfang an als Rarität produziert wird, ruft die Sammler auf den Plan. Es werden immens hohe Preise für diese raren Wein verlangt. Der vielleicht beste aber auf alle Fälle teuerste deutsche Eiswein der zurzeit auf dem Markt ist, ist der Saarburger Rausch Eiswein 4 Jahrgang 1983.

Weinlexikon – “Etikett” (2)

Um den Artikel “Etikett” unseres Weinlexikons komplett zu machen, hänge ich nun noch die zulässigen Angaben an. Drittländer müssen sich auch an den fakultativen (zulässigen) Angaben anpassen. Sie sind auf dem gleichen Etikett oder auf Zusatzetiketten möglich, zum Beispiel auf der Halsschleife.

1. Jahrgang (wenn der Wein zu 85 Prozent aus dem angegebenen Jahrgang stammt).
2. Eine Rebsorte (mindestens 85 Prozent, außerdem arttypisch) oder höchstens zwei Rebsorten.
3. Die Mengenanteile müssen in absteigender Reihenfolge angegeben sein. Eine Angabe von mehr als zwei Rebsorten ist nicht mehr erlaubt.
3. “Rotwein” oder “Weißwein” (wenn nicht wie bei A, 1, a vorgeschrieben).
4. Erzeugerabfüllung. Bedingungen:
a) Trauben ausschließlich aus eigenen oder angepachteten Rebflächen;
b) eigene Süßreserve;
c) Weinbereitung im eigenen Betrieb;
d) Abfüllung im eigenen Betrieb
5. Empfehlungen an den Verbraucher, zum Beispiel über Verwendung oder Aufbewahrung des Weines.
6. Kurzangaben zur Geschichte des Unternehmens, zum Beispiel “Weinbau in der Familie seit…” möglich).
7. Geschmacksangaben
a) trocken: Restzuckergehalt höchstens 4 g/l (Franken) oder höchstens 9g/l, wobei der Gesamtsäuregehalt um 2 g/l unter dem Restzuckergehalt liegen darf;
b) halbtrocken: Restzuckergehalt bis höchstens 10 g/l niedriger als der Restzuckergehalt;
c) lieblich und süß: zugelassen ohne Grenzwert. Subjektive Bewertung durch den Hersteller.
8. Nummer des Behältnisses (Fassnummer). Nur dann, wenn keine Verwechslungsmöglichkeit mit der amtlichen Prüfungsnummer besteht. Sie muss durch eine Zusatzangabe als Behältnisnummer gekennzeichnet sein.
9. Hinweise auf ausdrücklich zugelassene Auszeichnungen, zum Beispiel Landes- und Bundesweinprämierungen, Deutsches und Diabetiker-Weinsiegel sowie Badisches Gütezeichen.
10. Traditionelle spezifische Begriffe wie “Eiswein”, “Weißherbst”, “Schillerwein”, “Rotling”, “Ehrentrudis”, “Affentaler”, “Liebfrauenmilch” oder “Liebfraumilch” sowie “Badisch Gold”. (Zur weitest- und engstmöglichen Kennzeichnung von Etiketten s.a. Qualitätswein.)
11. EU-Verpackungszeichen “e”
12. Engere geographische Angaben (z.B. Bereich, Länge)

Weinlexikon – “Etikett” (1)

Etikett kommt aus dem französischen “ètiquette” und bedeutet so viel wie “Aufschrift” oder “Zettel”. Seit dem 19. Jahrhundert wird Wein in Glasflaschen gefüllt. Seitdem werden die ersten “Etiketten” angebracht. Heute bestimmen Weingesetze alle schriftlichen Einzelheiten, wie bei einer Geburtsurkunde. Für die Etikettenbeschriftung gibt es vorgeschriebene Angaben der EU. Die deutsche Aufmachungsvorschrift lautet zum Beispiel wie folgt:

A) Vorgeschriebene Angaben
1. Tafelwein, Landwein
a) Bei ausländischen Grundweinen nur “Tafelwein”, bei ausschließlich deutschen “Deutscher Tafelwein” und/oder “Landwein”. Als Herkunftsangabe darf nur das Tafelweinbaugebiet beziehungsweise einer der 19 Landweinnamen auf dem Etikett stehen.
b) Nennvolumen (Flascheninhalt)
c) Name und Sitz des Abfüllers
d) Innerhalb der EU muss beim importierten oder exportierten  Wein das Land angegeben sein, aus dem die Trauben stammen,
e) handelt es sich um einen Verschnitt von Erzeugnissen aus mehreren Mitgliedsstaaten, dann “Wein aus mehreren Mitgliedsstaaten, dann “Wein aus mehreren Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft”.
f) Vorhandener Alkoholgehalt
g) Loskennzeichnung
2. Qualitätswein mit und ohne Prädikat
a) Das bestimmte Anbaugebiet, zum Beispiel “Pfalz”.
b) “Qualitätswein” beziehungsweise “Qualitätswein mit Prädikat” – in Verbindung mit einem Prädikat (zum Beispiel Kabinett).
c) Nennvolumen (Flascheninhalt)
d) Name und Sitz des Abfüllers
e) Wein, der in einen anderen Mitgliedsstaat exportiert wird: Name des Mitgliedsstaates, zu dem das bestimmte Anbaugebiet gehört.
f) Die amtliche Prüfungsnummer
g) Vorhandener Alkoholgehalt
h) Loskennzeichnung (als solches gilt i.d.R. die AP-Nr.)
3. Drittlandsweine
a) Angabe “Wein”
b) Nennvolumen (Flascheninhalt)
c) Abfüllung des Weines innerhalb der EU: Name (Firma) des Importeurs sowie Gemeinde oder Ortsteil seines Hauptsitzes.
d) Bei Abfüllung außerhalb der EU: Name (Firma) des Importeurs sowie Gemeinde oder Ortsteil seines Hauptsitzes. (Diese Angabe ist auch auf einem Zusatzetikett möglich.)
e) Ursprungsdrittland (zum Beispiel “Russland”).
f)  Alkoholgehalt
h) Loskennzeichnung

Die restlichen zulässigen Angaben werde ich Euch in einem neuen Artikel erläutern …

Klassische Rebsorten und ihre Weine – Schwarzriesling

Der Schwarzriesling stammt vermutlich aus dem Burgund, wo er vor langer Zeit als eine der ersten der vielen Mutationen des Pinot Noir entstanden ist. Er wird auch als Pinot Meunier bezeichnet. Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Name “Müller” und bezieht sich auf die stark behaarten Blattunterseiten der Rebe. Ein Irrtum, den wir im vornherein widerlegen wollen, der Schwarzriesling ist nicht mit dem edlen Riesling verwandt. Der Schwarzriesling gehört zu der Pinot-Familie, genauso wie der Graue Burgunder und der Weiße Burgunder.

Der Schwarzriesling stellt im Vergleich zum Blauen Spätburgunder geringere Ansprüche an Lage und Boden. Am besten gedeiht diese Rebsorte auf Löss- und Lehmböden. Zudem ist die Neigung zu Verrieseln nach der Blüte relativ gering. Die Säurewerte liegen bei voll  ausgereiftem Traubengut über denen des Blauen Spätburgunders, was die Traube interessant für die Weinherstellung macht.  Die Farbe des Weines reicht von rubinrot bis ziegelrot. Vom Aroma ähnelt er sehr dem Blauen Spätburgunder.

Am größten ist der Pinot Meunier in der Champagne verbreitet. Fast 11.000 Hektar sind dort mit ihm bestockt. Wegen seines späten Austriebs, ist der Pinot Meunier unempfindlich. Die meisten Rebflächen liegen denn auch im Valleè de la Marne. Selten zu reinsortigem Champagner verarbeitet, bringt er in die Cuvèes Frucht ein, die bestens mit der Feinheit des Chardonnay und der Gewichtigkeit des Pinot Noir harmoniert. Außerhalb der Champagne spielt dieser Wein heutzutage keine große Rolle mehr. Außerdem gehört er in seiner Heimat nicht mal mehr zu den zugelassenen Rebsorten.

Der Schwarzriesling besticht durch seine samtige, gehaltvolle und nicht zu komplizierte Art und bringt bereits einfache Qualitätsweine hervor. Zudem werden auch frische, spritzige Rosèweine erzeugt, die als Schwarzriesling Weißherbst ausgezeichnet in die warme Jahreszeit passen. Durch den Boom der Schaumweine, wird der Pinot Meunier heute auch verstärkt ind Südostaustralien und Kalifornien angebaut.

Klassische Rebsorten und ihr Weine – Weißer Burgunder

Wie bereits beim Grauen Burgunder haben wir es hier mit einer Mutation der Pinot-Familie zu tun. Auf die genauere Geschichte, die, wie bei einigen anderen Rebsorten auch, von Missverständnissen und Irrtümern gezeichnet ist soll an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden. Teilweise unterscheiden sich heute noch die Meinungen über Herkunft und Abstammung der Reben.

Der Weiße Burgunder ist eine anspruchsvolle Rebsorte was seinen Boden und das Klima betrifft. Am zufriedensten ist er mit einem warmen Boden in dem er seine Wurzeln möglichst tief verankern kann. Zudem fühlt er sich in trockenen und warmen Lagen wohl.
Beim Ertrag kommt er den Winzern dann aber doch etwas entgegen. Problemlos liefert der Weiße Burgunder Ertragsmengen, die im deutschen Schnitt durchaus mithalten können. Mit einem hohen Mostgewicht werden Weine gefördert, die auch in höhere Prädikatsbereiche hinein reichen.

Farblich auffällig mit blass- und hellgelben bis hin zu dunkelgoldenen Färbungen hält sich der Wein in einem zarten Duft eher zurück. Mit ein bisschen Glück vernimmt man Spuren von Mandelaromen, bei höherer Qualität auch von exotischen Früchten oder Bananen, in der Nase.
Die Weißen Burgunder aus den nördlicheren Anbaugebieten zeigen sich mit 12 Volumenprozent eher mäßig und leicht. Schwerer sind die, die beispielsweise aus Anbaugebieten wie der Pfalz oder Baden, vor allem aber vom Kaiserstuhl kommen.

In Deutschland erlebt der Weiße Burgunder derzeit einen wahren Aufschwung. Verdoppelte sich die Anbaufläche in den letzten 10 Jahren, bleibt die Tendenz weiterhin steigend. Vor allem dem Grauen Burgunder und früher oder später auch dem Riesling kommt er immer näher. Als gute Alternative zu beiden Weinen ist das auch nicht weiter verwunderlich. Die größten Domizile des Weißen Burgunders sind in Baden, der Pfalz und in Rheinhessen. Viele weitere kleine Anbauflächen schließen sich dem an. An der Nahe beispielsweise entpuppt sich ein Verschnitt aus einem Weißburgunder und einem Riesling als Spezialität mit wohlduftenden, sehr feinen Weinen.
Auch in Österreich hat er sich einen festen Platz an der Sonne gesichert, während er in der neuen Welt bislang keine größere Rolle spielt.