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Aktuelle Nachrichten zu Rotwein und Weißwein

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Deutschlands Weinköniginnen

Deutsche Weinkönigin zu sein ist nicht gerade einfach. Abgesehen davon, dass ihr kein gewählter König zur Seite steht, hat sie die schwere Aufgabe, Deutschen Wein in der Welt bekannt zu machen.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gibt es seit 1931 eine Fachjury, die jährlich die neue Weinkönigin wählt. Bisher gab es allerdings für jedes Anbaugebiet eine eigene Weinkönigin. Das soll ab dem nächsten Jahr geändert werden und aus dem Pulk der Weinköniginnen, wird eine Deutsche Weinkönigin gewählt.

Das Portfolio, dessen was eine Weinkönigin können oder wissen muss ist nicht gerade unerheblich. Mit 12 Mitbewerberinnen muss eine jede Weinkönigen nicht nur Faktenwissen zeigen, sondern auch die richtige Präsentation der Weine spielt eine große Rolle. Als zusätzlicher Druck wirkt die Live-Übertragung des Events im Südwestrundfunk.
Wichtig ist das Auftreten und die Glaubwürdigkeit bei allen verschiedenen Interessengruppen. Was nutzt der Weinkönigin wenn sie zwar weiß, wie ein Silvaner zu schmecken hat, es aber nicht erklären kann.
Auch Reisefest müssen sie sein. Denn Deutsche Weinköniginnen präsentieren den Wein auch in Asien oder Afrika.

Und sollte eine junge Dame das Dirndl zutiefst verabscheuen – kein Problem, denn seit 1981 ist es keine Pflicht mehr.

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Erntebeginn für den Eiswein

Das Ende der Weinlese ist der Beginn der Ernte für die Eisweine 2010. Doch üppig ausfallen wird die Lese wohl nicht. Bereits jetzt, noch bevor die erste Flasche abgefüllt ist, wird der Eiswein 2010 als Rarität gehandelt.

4 WeintraubenIm Anbaugebiet Franken sind die Erntehelfer am sehr frühen Morgen bei eiskalten 10° unter Null ausgerückt. Doch der edelsüße Wein wird nicht in großen Mengen geerntet. Es ist von einem großen Ausfall die Rede. Die schlechteste Ernte seit 25 Jahren wird gar schwarz gemalt.

Der Anbau von Eiswein ist ein großes Wagnis. Nicht immer sind die Reben für die Eisweinproduktion brauchbar. Es kann immer wieder vorkommen, dass der Frost nicht erreicht wird und die Ernte unbrauchbar ist. Das bedeutet nicht zuletzt große Ausfälle von Weinen.
Für die Ernte benötigt es mindestens 7 bis 10 Grad Minus. Je kälter es ist, umso süßer der Wein.

Gault Millau Wein Guide 2011

Auch dieses Jahr haben die Experten um die Themen Genuss, Restaurants und Weine wieder ihre Gaumen verwöhnen lassen und dem interessierten Leser auf 912 Seiten des Gault Millau Wein Guide 2011 eine detaillierte Übersicht über Weingüter und ihre Erzeugnisse zusammen gestellt.

Unumstößlich Thema ist natürlich der als solches deklarierte Jahrhundertjahrgang 2009. Auch dazu nimmt die inzwischen 18. Ausgabe des Gault Millau Stellung. Eines kann allerdings jetzt schon vorweg genommen werden. Für Weine mit der Aufschrift “2009″ gilt nur: kaufen, kaufen, kaufen!

Auch massive Ernteausfälle von bis zu 50% dieses Jahr sind thematisiert. Diese Ernteausfälle sind ein zusätzlicher Grund warum 2009 zum Spitzenjahrgang avanciert. Sie bedingen aber auch einen wahrscheinlichen Preisanstieg der Weine im nächsten Jahr. Ein weiterer Inhaltspunkt sind Trends und Tipps aus der Weinszene und natürlich wieder die Bewertungsreihe “10 Jahre danach”.

Hauptaugenmerk liegt aber natürlich auf der Vorstellung zahlreicher Weinbetriebe. Dabei sollen auch jede Menge Neulinge nicht zu kurz kommen.
In Zahlen: 668 Betriebe sind mit mindestens einer Traube verzeichnet, 316 wurden als empfehlenswert eingestuft. Rund 7500 Weine werden erwähnt.
Hierbei soll dem Leser vor allem ermöglicht werden, seinen präferierten Wein zu einem fairen Preis zu finden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis erhält also hohe Bedeutung. Dazu dienen ausgedehnte Verzeichnisse aller Art.

Da bleibt nur noch die Frage nach dem Preis. Die Antwort: 29,95 €.

Wein zur Berlinale

Nächstes Jahr im Februar ist es wieder soweit – bei der Berlinale, den Internationalen Filmfestspielen in Berlin werden Stars aus allen Ecken der Welt über den roten Teppich stolzieren.

RotweingläserBei dem kommenden Festival wird aber auch ein Wein seinen großen Auftritt haben. Das Deutsche Weininstitut aus Mainz hatte im Vorfeld mehrere deutsche Weine zur Vorauswahl für die Berlinale bereit gestellt. Der Gewinnerwein ist ein “2008er Mauchener Edition Sonnenstück – Schloss Bürgeln Blauer Spätburgunder Rotwein im Barrique schonend gereift” von der Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim.

Bei allen Empfängen, Premieren und Galas wird der Wein zur Verkostung gereicht.

Rekord-Bordeaux-Wein

“Eine Flasche Rotwein bitte.”
“Das macht dann 224.000 Euro!”

Diesen Rekordpreis erzielte am Dienstag in Genf eine Flasche Grand Cru Bordeaux Cheval Blanc aus dem Jahr 1947. Der Hammer viel bei einer Auktion im Christie’s bei knapp 224.000 Euro. Das dieser Bordeaux-Wein zu den seltensten der Welt zählt, bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.

Laut dem Auktionshaus ist kein Wein bekannt, der je für eine höhere Summe verkauft oder versteigert wurde. Von den insgesamt rund tausend Weinflaschen erwartete sich Christie’s Gesamteinnahmen von über 2,5 Millionen Euro. Dass aber eine einzelne Flasche derart viel Geld wert sein soll, überraschte selbst den Wein-Experten Michael Ganne. Man habe mit einem Betrag zwischen 110.000 und 185.000 gerechnet. Die Impérial-Flasche, also eine Weinflasche 6 Liter Fassungsvermögen sei die einzig Bekannte aus diesem Jahrgang. Dazu kommt, nicht zuletzt wegen seiner Haltbarkeit, eine enorm hohe Qualität dieses Weines.

Auch eine kleine Verkostung hat stattgefunden. Das Resümee – warme, reife Früchte.

Wie mache ich einen Wein richtig auf?

Heute melde ich mich mit einem etwas ungewöhnlichen Artikel zurück. Es gibt so viele Möglichkeiten Weine zu öffnen. Wie ihr wisst, ist es äußerst wichtig wie der Korkenzieher ausgestattet sein soll. Er sollte nicht die Form einer Schraube besitzen, sondern wie eine offene Spirale geformt sein. Ich bin im großen Word Wide Web auf eine Gruppe junger Russen gestoßen, die wahrscheinlich keinen richtigen Korkenzieher griffbereit hatten und es auf eine andere Methode probiert haben. Ich empfehle diese außergewöhnliche Art des Öffnens nicht unbedingt, ich hoffe nur, dass die Flasche irgendwie heil bleibt.

Klassische Rebsorten und ihre Weine – Grenache

Die größten, und auch wichtigsten Anbaugebiete des Grenache finden sich im zentralspanischen Hochland. Spanien und Frankreich zusammen bringen es auf etwa 260.000 Hektar Anbaufläche. Mit allen anderen Gebieten entlang des Mittelmeeres und in der neuen Welt, kommt die Rebsorte nah an die 300.000 Hektar heran.
Weinflasche mit Gläser
Die Pflanze ist gekennzeichnet durch ein starkes und aufrecht wachsendes Holz, wodurch stützende Pfähle oder Drähte nahezu unnötig sind. Die Rebe bevorzugt ein warmes und mediterranes Klima, was dem frühen Austrieb aber der späten Reife geschuldet ist. Auch in trockenen, dürreerprobten Gebieten kann der Grenache wegen seiner Resistenz überlegen und gute Erträge liefern.

Nach der sehr langen Reifephase haben die Trauben einen gleichermaßen hohen Zuckergehalt. Alkoholgehalte von 16 Prozent sind demnach nichts Seltenes. Die Farbe des Weines ist sehr hell und bewegt sich mit zunehmendem Alter in Richtung eines leichten Oranges. Sein Geschmack zeichnet sich vor allem durch die Fruchtigkeit aus.

Die besten und kräftigsten Rotweine werden in Katalonien produziert. Dabei die größten Highlights sind aus dem Priorato und dem Penedés. Ebenfalls sehr bekannt sind Erzeugnisse entlang der Rhône Méridional, allen voran der Châteauneuf-du-Pape. Ebenfalls aus Frankreich stammt die weiße Variante – der Grenache Blanc.

Das Terroir

Das Konzept des Terroir setzt sich aus grundlegenden Gedanken zusammen, auf  dem das gesamte französische System der Appelation Controlèe und in der Folge das französische Weingesetz basieren.

Die klimatischen Bedingungen, vor allem die klimatische Schwankungsbreite, die Höhe der jährlichen Niederschläge, die für eine Gegend typischen Windverhältnisse, die durchschnittliche Sonnenscheindauer, die durchschnittliche Temperatur und ihre kurzfristige, tägliche Schwankungsbreite, darüber hinaus die Topografie einer Gegend, die mögliche Anwesenheit größerer Gewässer, die Höhenlage der jährlichen Niederschläge, die für eine Gegend typischen Windverhältnisse, die durchschnittliche Sonnenscheindauer, die durchschnittliche Temperatur und ihre kurzfristige, tägliche Schwankungsbreite, darüber hinaus noch die Topografie und viele andere Eigenschaften die für die Traube von Bedeutung sind.
Rote Trauben
Die einzelne Rebsorte und ihre Charakteristik sowie die Techniken der Weinbereitung treten in diesem Konzept hinter den Gedanken des Terroir zurück. Schon seit Jahrhunderten gibt es intensive Untersuchungen darüber, wieso Weine von bestimmten Rebflächen immer anders sind als von anderen Rebsorten. In der Neuen Welt hingegen gibt es keine solche Tradition. Für sie ist die Kellerbehandlung für die Weinqualität wichtig, auch wenn sie mit ihrer Hilfe nichts Anderes tun, als die großen klassischen Weine zu kopieren.

Klassische Rebsorten und ihre Weine – Nebbiolo

Der nordwestitalienische Nebbiolo ist eine der edelsten roten Trauben, die in Italien angebaut wird, sowie vor dem Sangiovese diejenige italienische Rebsorte, aus der die meisten DOCG-Weine erzeugt werden. DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita)  ist in Italien die kontrollierte und garantierte Bezeichnung für Weine in der obersten Qualitätsstufe. Nebbiolo kann sich im italienischen vom Begriff “Nebia” oder “Nobile” ableiten und bedeutet so viel wie Nebel oder vornehm. Angebaut wird diese Rotweinsorte ausschließlich im Piemont und in einer einzelnen Region der Lombardai. Schon im 13. Jahrhundert wird der Nebbiolo erwähnt und man erkannte schon zu dieser Zeit, was für eine hohe Qualität dieser Wein mit sich bringt.
Rote Weintrauben
Der Nebbiolo ist eine sehr problematische Rebsorte, die hohe Anspruche an Lage und Boden seines Anbaugebietes stellt. Zu höchster Qualität gedeiht er fast ausschließlich auf steilen, nach Süden oder Südwesten ausgerichteten Lagen mit kalkhaltigen Mergelböden. Deswegen sind seine Anbauflächen begrenzt und da wundert es nicht, dass nur jede dreißigste Flasche Wein aus dem Piemont einen Nebbiolo enthält. Aufgrund der hohen Preise die der Nebbiolo mit sich bringt, sind bereits alle Flächen, die für ihn in Frage kommen, mit der edlen Sorte bestückt. Im Weinberg selber, ist die Weinsorte aber nicht sehr anspruchsvoll. Einzig und alleine seine späte Traubenreife machen den Winzern jährlich Probleme.

Seine Trauben sind tanninherb, säurereich und schon als Jungwein verkörpert er eine strenge und Abwesenheit die nicht zu vergleichen sind. Seine Weine sind die am langsamsten reifenden Weine der Welt und deswegen wird per Gesetz auch eine Mindestlagerzeit beim Barolo von drei bis fünf Jahren angesetzt. Die edelsten Sorten des Nebbiolo sind der Barolo und der Barbaresco, die sehr schwer sind und einen Alkoholanteil von 15 Prozent besitzen. Die in den Randbereichen um Barolo und Barbaresco bereiteten Weine werden als Nebbiolo d`Alba oder als Roero Superiore etikettiert.

In größerem Stil außerhalb des Piemonts wird der Nebbiolo im lombardischen DOCG-Bereich Valtellina angebaut. Hier trägt die Traube den Namen Chiavennasca. Außerhalb der Regionen der Kernzone DOCG Valtellina superiore und insbesondere in der Neuen Welt ist die Kultivierung des Nebbiolo mit zufrieden stellenden Ergebnissen noch nirgendwo gelungen. Ein Argument mehr für das französische Konzept des Terroir.

Die Bedeutung der Böden

In Europa gilt als sicher, dass die Eigenschaften der Weinbergsböden neben dem Einfluss des Klimas die wichtigsten Faktoren für die Qualität der Trauben und des daraus erzeugten Weines darstellen. Als erstes muss auf die richtige Wasserversorgung geachtet werden, sie hat eine sehr große Bedeutung für die gesunde Weinrebe. Einerseits sollten Böden gut durchlässig sein, aber trotzdem die Rebe mit Wasser versorgen. Die Wasserzufuhr sollte aber nicht zu stark angesetzt werden, um ein übermäßig schnellen Wachstum zu verhindern. Im Idealfall sollte die Pflanze nur kleine Blätter bilden, das bedeutet für den Boden, dass er nicht allzu fruchtbar und reich an mineralischen Nährstoffen sein sollte. Als Ergebnis sollte das gesamte Laub und auch die Trauben gut von der Sonne beschienen werden. Bei sparsamer Wasserzufuhr werden die einzelnen Weinbeeren in einer vorteilhaften Weise gehemmt, denn aus kleineren Beeren lassen sich die qualitativ hochwertigere Weine herstellen. Das liegt daran, dass bei ihnen das Verhältnis von Fruchtfleisch zur Schalenoberfläche kleiner ist als bei großen Beeren, was zu einer höheren Konzentration der Farb- und Aromastoffe führt.

Ein weiterer wichtiger Faktor der bedeutend für die Weine sind, ist die Bodenfarbe. Helle Böden reflektieren sehr viel Sonnenlicht, wobei er selber relativ kühl bleibt. Dunklere Böden wandeln die Sonnenstrahlen in Wärmeenergie um besitzen somit eine höhere Energieausbeute. Für die Wärmespeicherfähigkeit des Bodens ist aber nicht nur seine Farbe von Bedeutung, sondern auch seine geologische Beschaffenheit sowie der Feuchtigkeitsgehalt.

Steinige Böden besitzen eine Fähigkeit die Wärme gut speichert und langsam wieder abgibt. Zudem bieten Steinböden meist auch eine sehr gute Drainage und sind außerdem nährstoffarm. Steinböden können nur wenig Wasser  speichern, was die Pflanze im Wurzelwachstum verstärkt anregt. Für feine Weine ist es von Vorteil wenn ein steiniger Boden über einer feuchten Schicht liegt. Einfach nur feuchte Böden sind gut für Reben, da es keine schützende Gesteinsschicht gibt. Sie kühlen schnell und wärmen sich nur mühsam auf. Einige der herausragenden Weinbergsböden sind stark mit Steinen durchsetzt. Die bekanntesten Weinberge sind zum Beispiel die spanischen Ribera del Duero oder die Lagen im Mèdoc, in den Graves oder in Pomerol und St.-Èmilion.