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Klassische Rebsorten und ihr Weine – Weißer Burgunder

Wie bereits beim Grauen Burgunder haben wir es hier mit einer Mutation der Pinot-Familie zu tun. Auf die genauere Geschichte, die, wie bei einigen anderen Rebsorten auch, von Missverständnissen und Irrtümern gezeichnet ist soll an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden. Teilweise unterscheiden sich heute noch die Meinungen über Herkunft und Abstammung der Reben.

Der Weiße Burgunder ist eine anspruchsvolle Rebsorte was seinen Boden und das Klima betrifft. Am zufriedensten ist er mit einem warmen Boden in dem er seine Wurzeln möglichst tief verankern kann. Zudem fühlt er sich in trockenen und warmen Lagen wohl.
Beim Ertrag kommt er den Winzern dann aber doch etwas entgegen. Problemlos liefert der Weiße Burgunder Ertragsmengen, die im deutschen Schnitt durchaus mithalten können. Mit einem hohen Mostgewicht werden Weine gefördert, die auch in höhere Prädikatsbereiche hinein reichen.

Farblich auffällig mit blass- und hellgelben bis hin zu dunkelgoldenen Färbungen hält sich der Wein in einem zarten Duft eher zurück. Mit ein bisschen Glück vernimmt man Spuren von Mandelaromen, bei höherer Qualität auch von exotischen Früchten oder Bananen, in der Nase.
Die Weißen Burgunder aus den nördlicheren Anbaugebieten zeigen sich mit 12 Volumenprozent eher mäßig und leicht. Schwerer sind die, die beispielsweise aus Anbaugebieten wie der Pfalz oder Baden, vor allem aber vom Kaiserstuhl kommen.

In Deutschland erlebt der Weiße Burgunder derzeit einen wahren Aufschwung. Verdoppelte sich die Anbaufläche in den letzten 10 Jahren, bleibt die Tendenz weiterhin steigend. Vor allem dem Grauen Burgunder und früher oder später auch dem Riesling kommt er immer näher. Als gute Alternative zu beiden Weinen ist das auch nicht weiter verwunderlich. Die größten Domizile des Weißen Burgunders sind in Baden, der Pfalz und in Rheinhessen. Viele weitere kleine Anbauflächen schließen sich dem an. An der Nahe beispielsweise entpuppt sich ein Verschnitt aus einem Weißburgunder und einem Riesling als Spezialität mit wohlduftenden, sehr feinen Weinen.
Auch in Österreich hat er sich einen festen Platz an der Sonne gesichert, während er in der neuen Welt bislang keine größere Rolle spielt.

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    • [...] Der Schwarzriesling stammt vermutlich aus dem Burgund, wo er vor langer Zeit als eine der ersten der vielen Mutationen des Pinot Noir entstanden ist. Er wird auch als Pinot Meunier bezeichnet. Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Name “Müller” und bezieht sich auf die stark behaarten Blattunterseiten der Rebe. Ein Irrtum, den wir im vornherein widerlegen wollen, der Schwarzriesling ist nicht mit dem edlen Riesling verwandt. Der Schwarzriesling gehört zu der Pinot-Familie, genauso wie der Graue Burgunder und der Weiße Burgunder. [...]

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