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Die Bedeutung der Böden

In Europa gilt als sicher, dass die Eigenschaften der Weinbergsböden neben dem Einfluss des Klimas die wichtigsten Faktoren für die Qualität der Trauben und des daraus erzeugten Weines darstellen. Als erstes muss auf die richtige Wasserversorgung geachtet werden, sie hat eine sehr große Bedeutung für die gesunde Weinrebe. Einerseits sollten Böden gut durchlässig sein, aber trotzdem die Rebe mit Wasser versorgen. Die Wasserzufuhr sollte aber nicht zu stark angesetzt werden, um ein übermäßig schnellen Wachstum zu verhindern. Im Idealfall sollte die Pflanze nur kleine Blätter bilden, das bedeutet für den Boden, dass er nicht allzu fruchtbar und reich an mineralischen Nährstoffen sein sollte. Als Ergebnis sollte das gesamte Laub und auch die Trauben gut von der Sonne beschienen werden. Bei sparsamer Wasserzufuhr werden die einzelnen Weinbeeren in einer vorteilhaften Weise gehemmt, denn aus kleineren Beeren lassen sich die qualitativ hochwertigere Weine herstellen. Das liegt daran, dass bei ihnen das Verhältnis von Fruchtfleisch zur Schalenoberfläche kleiner ist als bei großen Beeren, was zu einer höheren Konzentration der Farb- und Aromastoffe führt.

Ein weiterer wichtiger Faktor der bedeutend für die Weine sind, ist die Bodenfarbe. Helle Böden reflektieren sehr viel Sonnenlicht, wobei er selber relativ kühl bleibt. Dunklere Böden wandeln die Sonnenstrahlen in Wärmeenergie um besitzen somit eine höhere Energieausbeute. Für die Wärmespeicherfähigkeit des Bodens ist aber nicht nur seine Farbe von Bedeutung, sondern auch seine geologische Beschaffenheit sowie der Feuchtigkeitsgehalt.

Steinige Böden besitzen eine Fähigkeit die Wärme gut speichert und langsam wieder abgibt. Zudem bieten Steinböden meist auch eine sehr gute Drainage und sind außerdem nährstoffarm. Steinböden können nur wenig Wasser  speichern, was die Pflanze im Wurzelwachstum verstärkt anregt. Für feine Weine ist es von Vorteil wenn ein steiniger Boden über einer feuchten Schicht liegt. Einfach nur feuchte Böden sind gut für Reben, da es keine schützende Gesteinsschicht gibt. Sie kühlen schnell und wärmen sich nur mühsam auf. Einige der herausragenden Weinbergsböden sind stark mit Steinen durchsetzt. Die bekanntesten Weinberge sind zum Beispiel die spanischen Ribera del Duero oder die Lagen im Mèdoc, in den Graves oder in Pomerol und St.-Èmilion.

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  • Weinbau24
    Januar 20, 2012

    Hallo,

    wir würden gern unsere Erfahrungen aus der Praxis zum Thema Böden und bodenbearbeitung beisteuern.
    Gern beteiligen wir uns auch bei der Erstellung von Beträgen für den Weinbau, Weinausbau und zu den Weinanbaugebieten Saale/Unstrut und Elbe (Sachsen)

    Grüße aus dem sächsischen Weinland

    Martin Gurks
    Weinbau24.de

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