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Der Kaiserstuhl und seine Maikäfer

Am Kaiserstuhl herrscht Maikäferplage – lediglich die Chemie kann jetzt noch helfen. Bereits im 19. Jahrhundert wussten Max und Moritz, wie die Krabbler aber auch anders verwendet werden konnten: nämlich unter Fritzens Decke. Zudem seien Maikäfer extrem fett, weshalb man aus ihnen herbes Fett durch Auskochen gewinnen könnte. 1951 wurden eine Milliarde Käfer in Wien gesammelt und zu Tierfutter verarbeitet.

“Man fängt die Käfer, von denen man 30 Stück auf eine Portion rechnen kann, frisch ein, löst ihnen die hornartigen Flügeldecken und zerstößt die Käfer, nachdem man sie früher sorgfältig gewaschen, in einem Mörser. Hierauf röstet man die Masse in heißer Butter und läßt sie in Fleischbrühe aufkochen, dann die Brühe durch ein feines Haarsieb streichen und richtet die Suppe über geröstete Semmelscheiben an“, heißt es in der Vibel um das Jahr 1870. So lassen sich die Käfer auch als Nachtisch auftischen – als Zusatz zur Torte. Maikäfersuppe ist eine ganz spezielle Delikatesse, man sollte aber noch Krebsschwänze hinzulegen. Bei widerspenstigen Gästen sollte der Inhalt dennoch verschwiegen werden.

Man bleibt gespannt, welche Weinkreationen sich aus dem Naturspektakel ergeben. Der Kaiserstuhl bringt bestimmt einen hervorragenden Jahrgang heraus!

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